Die Tore der Welt

Ausgepackt und gespielt: Die Tore der Welt (Kosmos Verlag)

Beim letzen Spieleabend kam neben Burgoo und Witches auch  Die Tore der Welt von den Autoren Michael Rieneck und Stefan Adler auf den Tisch, ein Spiel für 2 bis 4 Spieler ab 12 Jahren, welches bereits 2009 im Kosmos Verlag erschienen ist.

Damit wir Die Tore der Welt überhaupt spielen konnten, musste ich die seit langem bei mir stehende, jedoch immer noch in Folie befindliche Box erst einmal öffnen. Das habe ich mithilfe schneller Fotos vom iPhone für Euch dokumentiert. Der Spielbericht folgt dann weiter unten.

Die Tore der WeltVorder- und Rückseite der Box. Diese kommt in der Standardgröße, wie z. B. auch die Catan-Reihe und hat im Inneren ein Ziehteil aus Kunststoff, dessen Aufteilung einem Torbogen nachempfunden ist.

Die Tore der Welt
Spielübersicht mit Aufbauanleitung, die gut gegliederte Spielanleitung, Spielwürfel und der obligatorische Beutel mit den Holzteilen. Weitere Beutel sind in der Box leider nicht enthalten, dabei gäbe es durchaus Bedarf für mehr.

Die Tore der Welt
Links oben die Handkarten der Spieler, darunter die Ereigniskarten, rechts der Würfel und das Spielmaterial aus hochwertigem Holz: Tuch (rot), Wolle (weiß), Holz (braun), Stein (grau), Getreide (gelb), Häuser und Marker für die Siegpunkteleiste.

Die Tore der Welt
Die Sichtschirme in vier Spielerfarben und alle Spielteile im Stanzbogen.

Die Tore der Welt
Oben: Die Marker für Frömmigkeit, medizinisches Wissen und Loyalität. Darunter der Startspielerschild, das Geld, die Pestplättchen und Kreuze zum Abdecken von bestimmten Feldern. Die größten Teile sind die einzelnen Bauwerke, die während des Spiels errichtet werden.

Die Tore der Welt
Auf den Sichtschirmen in vier Spielerfarben sind die Bedingungen abgedruckt, die jeder Spieler zum Ende einer Epoche erfüllen muss, um nicht durch Siegpunktabzug bestraft zu werden. Dazu für jeden Spieler zwei Siegel.

Die Tore der Welt
Das Spielbrett: Links oben das Feld, der Steinbruch und der Wald für die Ressourcen. Links unten die Bauflächen für die Häuser. In der Mitte unten wird die Gunst jeder Runde festgelegt. Rechts unten die große Kathedrale, die ab der zweiten Hälfte des Spiels fertiggestellt werden kann.

Fazit
Das Spielmaterial von Die Tore der Welt ist hochwertig, aus stabilem Karton und wundervoll illustriert. Eines der Teile – ein blauer Holzwürfel, der Metall darstellen soll – ist im Grunde überflüssig, da er als Belohnung zur Fertigstellung des Bauwerks dient, sofort eingesetzt wird und dann direkt drei Siegpunkte gibt. Hier hätte man auch ohne diesen Umweg drei Siegpunkte vergeben können. Insgesamt empfinde ich das Material und die Aufmachung als sehr stimmungsvoll und passend, so dass ich hierfür 10 von 10 Punkten vergebe.

Spielbericht

Es war nicht das erste mal, dass wir Die Tore der Welt gespielt haben, doch lag unsere letzte Partie schon weit über ein Jahr zurück. Dennoch waren die Regeln schnell wieder aufgefrischt und so konnte es nach einer kurzen Erklärung schon losgehen.

Das Spielprinzip selbst ist ziemlich einfach: Aus 12 Handkarten kann der Spieler je Epoche sechs Karten spielen und deren Aktionen ausführen, die übrigen sechs Karten müssen ungespielt abgelegt werden. Vier solcher Epochen gibt es. Die Schwierigkeit liegt also weniger im Begreifen dieser simplen Mechanik, als darin, die richtigen Entscheidung bezüglich der zu spielenden Karten zu treffen.

Hierbei wollen die Spieler möglichst passende Karten spielen, um Häuser bauen zu können, die Erträge bringen, um Bauwerke fertigzustellen oder Pestkranke zu heilen, die Siegpunkte bringen und um ausreichend Getreide, Frömmigkeit und Geld zu haben, um zum Ende einer jeden Epoche die Steuern zahlen zu können. Gelingt dies nicht, werden zur Strafe Siegpunkte abgezogen. Als Spieler ist man also laufend damit beschäftigt, das richtige Verhältnis zu finden, da schließlich nur sechs der 12 Aktionen pro Epoche nutzbar sind, man am liebsten jedoch alle verwenden würde.

In unserer Partie sind drei von vier Spielern ziemlich gut damit zurechtgekommen, lediglich eine Spielerin, die bereits in der ersten Runde eine Strafe für nicht verrichtete Steuern in Kauf nehmen musste, kam im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr vom hintersten Platz weg und landete etwa bei 20 Siedepunkten. Der Sieger des Spiels konnte über die 60 Punkte der Siegpunkteleiste hinausmarschieren.

Fazit
Auch ohne den Roman von Ken Follet gelesen zu haben, auf dem das Spiel lose basiert, empfinde ich es als thematisch sehr schön gemacht. Ich habe das Gefühl, dass die Abläufe und Ereignisse gut in die Zeit passen, in der das Spiel angesiedelt wurde. Thema und Story wirken daher nicht übergestülpt, sondern durchaus passend. Hinsichtlich Spielreiz, Wiederspielbarkeit und Gesamtaufmachung vergebe ich eine 8 von 10.

Spielmaterial: 10/10
Spiel: 8/10

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